Nepomuk und Kevin, die Weihnachtswichtel

von Irene Stoll-Diensthuber

Ingolstadts verwunschene Weihnachtsgschichte Nummer 18

Die beiden Wichtel (ab November wollten sie nur noch Weihnachtswichtel genannt werden) Nepomuk und Kevin lebten im Haushalt von Gerlinde und Herbert und waren für jeden Schabernack zu haben. Im Sommer z. B. hatten sie die bereits für den nächsten Tag bereitgelegte Kleidung über Nacht enger genäht – Gerlinde war frustriert, sie meinte, wieder zugenommen zu haben. Gerlinde war in der Adventszeit jeden Tag über 8 Stunden im Büro. Gut, dass zu Hause der Christbaum bereits geschmückt im Wohnzimmer stand. Nur die Beleuchtung sowie das Kripperl wurden erst am Heiligen Abend eingeschaltet bzw. aufgestellt.

Da es im Büro doch sehr kühl war, zog Gerlinde ihre warme Lieblingsjacke mit Emoji-Motiven gerne an. Sie fand diese so toll – Herbert dagegen war nicht so begeistert, dass seine über 60jährige Frau diese doch sehr jugendliche Jacke auch außer Haus trug. Die beiden Weihnachtswichtel bekamen dies natürlich auch mit. Da hatten sie eine Idee. Als Gerlinde sich am nächsten Tag wieder für die Arbeit fertig machte stellte sie mit Entsetzen fest, dass bei ihrer Jacke die Emojis verschwunden waren. Stattdessen hatten die beiden Wichtel lauter Christbaumkugeln daraus gemacht. Na ja, da es aber schon eilte, musste Gerlinde halt diese Jacke anziehen. Und was war? Die Kollegen waren begeistert, sie fanden die Jacke sehr schön. Auch Gerlinde fand langsam Gefallen daran. Und Herbert meinte, alles besser als Emojis.

Als dann am Heiligen Abend die Beleuchtung am Christbaum eingeschaltet wurde, da stellte Gerlinde mit Freude fest, dass auf einigen Kugeln auf einmal Emoji-Motive zu sehen waren. Da hatten Nepomuk und Kevin ganze Arbeit geleistet. Und von Herbert war unter anderem als Weihnachtsgeschenk eine Tasse mit Emojis dabei.

Ob nach Weihnachten die Jacke wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wurde?